E-Mail an Daniel Kuna:


Eine Kopie der Nachricht an die eigene Adresse senden
captcha
Einfach die Zahlen-/Buchstabenkombination abtippen!
Wichtig: Gross- und Kleinschreibung beachten!

* Pflichtfelder dürfen nicht leer gelassen werden

18.03.2015 Mittwoch „Seemann`s Braut ist der Aasee – heute ganztags auf dem Wasser, mit fröhlichen Rettern in lebensbejahenden Trendfarben!“

Axel Prahl (l.) und Jan-Josef Liefers im Treetboot

Robert Gwisdek und Isa Storch im Schwanenboot mit Rettungsschwimmer Yannick Huckenbeck

Dreharbeiten auf dem Aasee

So lautet der Kommentar zu einem mit Kräften der DLRG Münster bebilderten gemeinsamen Selfie, das von einem sehr populären Schauspieler und Musiker um 10:29 Uhr am 11.März 2015 bei Facebook auf der Fan-Seite von niemand geringerem als Jan Josef Liefers veröffentlicht wird – für den neuen Münster-Tatort, der unter dem Arbeitstitel „Schwanensee“ seit Anfang März 2015 erstmals zehntägig in Münster produziert wird, schlüpft er wieder in seine Paraderolle als Gerichtsmediziner Prof. Boerne. Tatkräftige Hilfe leistet er Axel Prahl - alias Kommissar Frank Thiel -  bei der Aufklärung eines Mordes im unmittelbaren Umfeld des Münsteraner Aasee`s.

Schauplatz ist unter anderem eine psychiatrische Einrichtung am Aasee – die in der Realität nicht existiert. Der Segel-Club Münster wird für die Dauer der Dreharbeiten kurzerhand in ein Therapiezentrum umgewandelt, in dessen Schwimmbad eine Leiche entdeckt wird. Dieser kann schließlich ein verabreichtes Narkosemittel nachgewiesen werden – und so besteht akuter Mordverdacht! 

So beginnt der neue spektakuläre Fall des  Tatortkommissars Thiel und Gerichtsmediziners Boerne, der wieder die gewohnte – und sehr erfolgreiche – Mischung aus Krimi und Komik bieten wird, verspricht die Produzentin Jutta Müller.

Nach ersten Innenaufnahmen in den Räumlichkeiten des Segelclubs sah das Drehbuch für den zweiten Mittwoch im März die Aufnahmen einer Verfolgungsjagd auf dem Aasee vor.

Für diese sehr aufwendig zu drehenden Szenen wusste die DLRG Münster auf Anfrage der ausführenden Produktionsfirma Molina Film Rat und tatkräftige Unterstützung zu bieten.

Unter der Einsatzleitung von Patrick Sandfort wurden die Rettungsboote „Pünte“ und „Ömmes“ durch die Techniker der Tatortcrew zu Kamera(?)booten umgebaut, um den technischen Anforderungen für die zu drehenden Verfolgungsszenen gerecht zu werden. Dabei wurde die Crew von erfahrenen Bootsführern, Strömungs- und Wasserrettern der DLRG Münster unterstützt, die mit einem weiteren Boot, der „Westfalen 4“ auch die Absicherung der Dreharbeiten auf dem Aasee übernahmen und technische Hilfe leisteten, wenn diese benötigt wurde.

Aus zahlreichen Winkeln und Positionen müssen die Szenen meist mehrfach gedreht und durch Anweisungen seitens des Regisseurs optimiert werden. Ruft dieser: „Wir drehen!“, haben alle am Set absolute Stille zu halten. Selbst minimalste Tonstörungen beeinträchtigen die Aufnahmen und damit die Qualität der einzelnen Sequenzen.

Bis in die frühen Abendstunden arbeiten die DLRG-Kräfte mit der Crew am Set unter Hochdruck zusammen, um den engmaschigen Zeitplan der Tatort-Mannschaft minutiös einhalten zu können.

Begonnen wird am Ende der Verfolgungsjagd – zunächst müssen die schwierig umzusetzenden Szenen in den Kasten.

Mit einem Tretboot verfolgen Boerne und Thiel zwei verdächtige Personen, die im berühmten Tretboot dem weißen Schwan sitzen, der von der Segelschule Overschmidt zur Verfügung gestellt wurde, und ihr Heil in der Flucht vor dem Ermittlerduo zu Wasser vor den Aaseeterrassen in Richtung Torminbrücke suchen.

Dabei kommt es auch zu einer nassen Filmszene bei der ein erfahrener Strömungsretter der DLRG Münster sich während der Aufnahmen zur Szenerie imWasser aufhält, um nach dem Fall des Schauspielers in das kühle Aaseewasser, sofort Hilfe leisten zu können.

Ist die Szene offiziell im Kasten, greift auch die „Westfalen 4“ ins Geschehen ein und nimmt den durchnässten Schauspieler auf, um ihn schnellstmöglich mit einer Wärmefolie zu versorgen und an Land zu bringen – hier stattet ihn eine Mitarbeiterin aus der Maske im Verlaufe des Nachmittages gezwungermaßen mehrfach mit exakt den gleichen Kleidungsstücken aus.

Beim dritten Anlauf, der aber auch noch aus einem anderen Winkel auf Wunsch des Regisseurs unternommen wurde, liefern alle Beteiligten eine Glanzleistung ab – der Schauspieler wird anschließend unter großem Beifall der gesamten Crew ein letztes Mal von der DLRG Mannschaft an Land transportiert, wo er sich auf die abendlichen Aufnahmen vorbereitet.

Aufgrund der Wassernähe wachten auch hier die aufmerksamen Augen der DLRG-Kräfte über das Geschehen am Set.

Für die sehr gute und kompetente, inzwischen wiederholte, Zusammenarbeit zwischen der DLRG Münster und dem WDR bedankte sich die 1. Aufnahmeleiterin Susanne Pfeiffer im Namen des gesamten Drehteams.

Bleibt der Wunsch, dass der Münster Tatort seine Erfolgsstory fortsetzt und man schon bald wieder auf die Einsatzkräfte der DLRG Münster zurückgreift.

Wir wünschen dem Ermittlerduo weiterhin Erfolg beim Drehen wie auch bei der Aufklärung der Münsteraner Mordfälle. Das Münsterland bietet genügend Gewässer, die ein Wiedersehen vorprogrammieren würden. Mordfälle und ihre Geschichten um und anhand dubioser und zwiespältiger Charaktere werden sicher durch den erzählerischen Einfallsreichtum der Drehbuchautoren nicht ausgehen. Kein Abschied ist für immer und man sieht sich immer zwei Mal, ab und an auch öfter im Leben!

Fotos: Daniel Kuna

Kategorie(n)
Einsatz, Veranstaltungen

Von: Daniel Kuna

zurück zur News-Übersicht